Phlebologie (Krampfadern, Beinsprechstunde)

     

Eine Varikosis (chronisch venöse Insuffizienz, Krampfadern) kann die Lebensqualität einschränken. Schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Hypodermitis (Stauungsekzem), Ulcus cruris (Bein-Geschwür), Thrombophlebitis (Venen-Entzündung) oder tiefer Beinvenenthrombose (Blutgerinnung in Venen, Komplikation Lungenembolie) kann durch frühzeitige Diagnostik und Therapie vorbeugt werden. Die Diagnostik besteht in digitaler Photoplethysmographie, Sonographie (Ultraschall) mit Doppler und Duplex, Phlebographie und  Blutuntersuchungen (Hämophilie-Labor). Die Therapie besteht in Kompressionsstrümpfen, Sklerosierung (Verödung), Phlebektomie , Krossektomie mit Stripping (Operationen), Krankengymnastik, Lymphdrainage, intermittierende apparative Kompression.

Besenreiser sind in vielen Fällen das erste Anzeichen einer Krampfader-Erkrankung, die durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt werden kann. Durch die Mikro-Sklerotherapie können Besenreiser in ca. 10 bis 15 Minuten dauernden Behandlungen durch kleine Injektionen mit Aethoxysklerol ausgeschaltet werden. Zur Verödung größerer Krampfadern wird das moderne und wirksame Verfahren der Schaum-Verödung angewandt, häufig kann hierdurch eine Operation vermieden werden.

Ein Ulcus cruris (Bein-Geschwür) kann auch verursacht sein durch periphere Arterielle Verschlußskrankheit (pAVK, Atherosklerose, Arterienverkalkung), Diabetes mellitus (Blutzucker, Necrobiosis lipoidica, Malum perforans), Bindegewebs- (Kollagenosen) u.a. Erkrankungen. Die Lokaltherapie erfolgt mit Umschlägen, Salben, Klebeplatten, ggf. Hauttransplantation.