Haarsprechstunde

   

Eine Verminderung der Haardichte kann zum Alterungsprozess gehören. Ist dieser Prozess verstärkt oder lichtet sich die Haarpracht bereits in jungen Jahren, kann eine androgenetische Alopezie (Haarausfall) vorliegen. Hier sprechen die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Hormon Testosteron im Blut an. Im Trichogramm (Haarwurzel-Analyse) zeigt sich der Anteil der Haarwurzeln im Telogen (Ruhephase) erhöht. Tinkturen mit Östrogen oder Minoxidil können bei der Frau helfen. Beim Mann kann mit dem Wirkstoff Finasterid eine Verbesserung erzielt werden.

Besteht eine diffuse Alopezie, wird mit einer Blutuntersuchung ein Eisen-, Zinkmangel oder eine Schilddrüsen-Überfunktion ausgeschlossen. Bei Vernarbungen erfolgt eine Gewebeprobe, um eine zugrundeliegende Hauterkrankung, z.B. Lichen ruber oder Lupus erythematodes, auszuschließen.

Eine Haarlücke kann auch durch einen Nävus sebaceus verusacht sein, der operativ entfernt werden kann. Schuppung kann auf Tinea capitis (Pilzinfektion), seborrhoisches Ekzem oder Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) hindeuten. Der kreisrunde Haarausfall wird Alopecia areata genannt.